Am Rande des kleinen Harz-Städtchens, zwischen den Talstationen von Kabinenbahn und Sessellift, bietet ein neuer Kletterwald tollkühne Abenteuer zwischen Himmel und Erde.
Schwankende Brücken und steile Leitern, Sprungnetze und Seilbahnen, Balken und Stahlnetze, oft mit Reifen oder Schlaufen bestückt. Start- und Zielpunkt der Kraxel-Etappen sind Plattformen, die sich um die Bäume winden und dem Kletterer eine luftige Atempause gönnen. Hochseilartisten sind aber nicht gefragt, alle Elemente schweben in sechs bis acht Meter Höhe, manches Seil überquert auch einen kleinen Flusslauf. Für die jüngsten Wipfel-Stürmer (Mindestalter 5 Jahre, Mindestgröße 1,10 Meter) wurden zwei Kinder-Kletterbahnen eingerichtet, mit je acht Elementen in zwei Meter Höhe. Wer bereits neun Lenze zählt und 1,40 Meter groß ist, darf in die hohen Seile. Sechs Kletter-Trainer garantieren eine fachkundige Einweisung, professionelle Sicherheitstechnik, Aufsicht und Hilfestellung. „Sicherheit ist oberstes Gebot, jeder Kletterer soll den Spaß gefahrlos genießen können“, sagt Betreiber Jürgen Reumann. Die Anlage werde ständig gewartet, Sichtkontrollen erfolgen täglich. Allerdings sollten die Kletter-Aspiranten höhentauglich, schwindelfrei und gesund sein. Und festes Schuhwerk mitbringen.
Der Thalenser Kletterwald, mitten im Bodetal gelegen, hat sich in kürzester Zeit zu einem Publikumsmagnet gemausert. An manchen Tagen klettern, schaukeln, hangeln oder springen mehr als 200 große und kleine „Seiltänzer“ über die 5000 Quadratmeter große Waldung. „Der älteste Klettermaxe war 75“, schmunzelt Reumann. Auch Ausländer hätten den Tarzan-Abenteuer-Spielplatz entdeckt. Vor allem Holländer turnen gern zwischen den Bäumen, als „Flying Dutchman“ sozusagen. Aber auch Familien, Schulklassen, Vereine oder Betriebsbelegschaften seien willkommen, betont der Kletterwald-Besitzer.
Gruppen kämen sogar in den Genuss eines Rabatt-Systems. Erwachsene zahlen ansonsten für eine zweistündige Klettertour – in kürzerer Zeit ist der Gesamtparcours nicht zu bewältigen – 15 Euro, Jugendliche, Studenten und Auszubildende 12 Euro und Kinder 9 Euro. Wer irgendwann noch höher hinaus will, sollte 2009 wiederkommen. Da gibt es einen fünften Parcours in zwölf Meter Höhe…
-Weitere Infos: www.kletterwald-ost.de
Quelle: Stadt Thale thale.de

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